Boxspring

Schlafzimmer als Lebensraum

Schlafzimmer als Lebensraum

„Das sind die Schneiders. Die Schneiders sind eine junge vierköpfige Familie. Sie haben ein neues Esszimmer und ein neues Kinderzimmer und schlafen können Sie auch darin“. So beginnt ein kurzer Werbespot, der im Fernsehen zu bester Zeit gesendet wird. Dabei sitzen die Schneiders in einem schönen Boxspringbett und scherzen u.a. mit ihren Kindern. Sie wollen dem Kunden, also uns, damit suggerieren, dass ein Boxspringbett auf vielfältige Weise eingesetzt und genutzt werden kann.

Und, es ist tatsächlich so. Studien belegen, Wohn- und Schlafräume verbinden sich mehr und mehr zu einer Einheit. Im Zuge der Urbanisierung wird Wohnraum zu wertvoll, um ihn nur nachts zu nutzen. Längst gelten nicht mehr die starren Regeln, dass in einem Schlafzimmer nur geschlafen, in einem Wohnzimmer nur gewohnt und in einem Kinderzimmer nur gespielt wird. Das Zuhause wird ein großer Wohlfühlbereich für die ganze Familie.

Dies stellt Hersteller und Inneneinrichter vor neue und große Herausforderungen, besonders was den „sleep-Bereich“ angeht. Im Bett wird gelesen, gegessen, gearbeitet und ferngesehen. Die gute Nachricht dabei ist, dass sich dieser Trend unmittelbar auf die Bereitschaft auswirkt, für das Schlafzimmer mal etwas mehr Geld als sonst in die Hand zu nehmen. Denn mit dem sozialen Leben hält auch der Status Einzug in den Schlafraum. Immerhin hat im 18. Jahrhundert schon König Ludwig XVI Frankreich vom Bett aus regiert.

Inneneinrichtung

Auch wenn das Schlafzimmer stärker in das gemeinschaftliche Leben einbezogen wird, sollte die Schlafumgebung so reizarm wie möglich sein: geschlossene Schränke, wenig Deko, keine zu lauten Muster und Farben. Das Bett sollte nach Feng Shui mit dem Kopfende an einer Wand stehen, wobei der Trend zu einem höheren Kopfteil neigt. Weder Kopf noch Fußteil sollte zu einer Tür oder einem Fenster zeigen und die Wände über dem Bett sollen idealerweise frei von Regalen oder zu massiven Bildern bleiben.

Kopf abschalten

Der moderne Mensch ist immer „online“. E-Mails, Social Media, Onlinekino. So gaben nach einer Umfrage 83 % Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse an, noch vor dem Schlafengehen Filme zu schauen. 68 % der Befragten benutzen vor dem Schlafen ein IT-Gerät. Der Begriff des „rasenden Stillstand“ beschreibt den Menschen, der von der virtuellen Welt gefangen genommen wird. Das führt zwangsläufig zu Schlafproblemen. 15 % der Erwerbstätigen zwischen 35 und 65 Jahren sind wegen Schlafstörungen in ärztlicher Behandlung.

Raumklima und Körpertemperatur

Das beste Raumklima für gesunden Schlaf bietet eine Temperatur von um die 18 Grad Celsius und einer relativen Luftfeuchtigkeit von etwa 50 %. Das liegt aber im Ermessen jedes Einzelnen. Manche neigen dazu, ständig zu frieren, anderen ist es schnell zu warm. 70 % des Bettklimas regelt die Zudecke. Die Zudecke ist also die Klimaanlage des Bettes. Eine Daunendecke wärmt Frierende, starke Schwitzer sind mit Naturmaterialien wie Schurwolle und Kamelhaar besser beraten und allergisch reagierende Menschen greifen am besten zu hochwertigen Decken aus synthetischen Fasern.

Rituale

Ein Bad nehmen. Guten-Abend-Tee. Meditation. Sich in ein Buch vertiefen. Es gibt viele wunderbare Abendrituale, die den Schlaf begünstigen.

Schlafkultur

Jede Kultur bettet sich anders. Manche Menschen schlafen in Hängematten, andere auf dem Boden. Wieder andere in Zelten oder wie wir im Haus. Manche Schlafkulturen wie der japanische Futon werden gerne ins Abendland integriert. In den Mittelmeerländern geht nichts ohne Siesta, im asiatischen Raum ist es erlaubt, auch während der Arbeitszeit ein Nickerchen zu machen. Der deutsche Schläfer bringt es auf ca. 7 Stunden Schlaf pro Nacht.

Matratze

Ohne sie geht nichts, wenn es um den guten und gesunden Schlaf geht. Dem Verbraucher meistens zu weich, dem Fachhandel zu hart. Der Onlinehandel empfiehlt „one fits all“ (eine für alle). Im Durchschnitt zu alt, denn eigentlich soll man eine Matratze alle acht bis zehn Jahre wechseln. Ist denn eine neue Matratze angeschafft, muss man sich erst an sie und das neue Liegegefühl gewöhnen, was bis zu einigen Wochen dauern kann. Denn so lange braucht der Körper, um das alte Schlafgefühl zu vergessen. Erstaunlich ist deshalb das Ergebnis, im Hotel ausgezeichnet geschlafen zu haben – und das schon nach einer Nacht zu wissen.

 

Die Geschichte des Boxspringbettes

Die Geschichte des Boxspringbettes

Bis vor wenigen Jahren war der Gebrauch eines Boxspringbettes als Schlafmöbel relativ unbekannt. Sie ist eine Erfindung und Idee aus Amerika und im Wesentlichen älter als das bei uns üblich verwendete Bettsystem aus Matratze und Lattenrost.

Die Entstehung des Boxspringbettes erfolgte gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Matratzen, die bis dahin auf dem Boden lagen, wollte man besser schützen und sauberer halten und suchte deshalb um eine Möglichkeit, dies so umzusetzen.

So kam man schließlich darauf, ein Bett auf Basis von zwei Matratzen zu entwickeln. Kernstück dieses neuen Betttyps war die besondere Konstruktion der unteren Matratze: Diese bestand aus einem Holzkasten mit Federkern. Basierend auf dem englischen Wort „box“ für Kasten und dem englischen Wort „spring“ für Feder entstand der Name für das heutige Boxspringbett.

In Hotels der gehobenen Klasse etablierte sich das Boxspringbett aufgrund seiner bemerkenswerten positiven Eigenschaften jedoch mehr und mehr. Durch Trendsetzung in Medien  wurde das Boxspringbett immer besser bekannt und interessant für den privaten Markt.

Vor allem in den letzten Jahren wurde das für Privatleute verfügbare und preislich erschwingliche Angebot an Boxspringbetten im Handel größer und größer. Heute stehen Boxspringbetten in den verschiedensten Stilen und Designs, aus diversen Materialien und in vielen unterschiedlichen Ausführungen und Preislagen zur Verfügung.

DAS Thema Boxspringbett – der Hype unter den Bettsystemen?

DAS Thema Boxspringbett – der Hype unter den Bettsystemen?

Häufig zu sehen ist die skandinavische Variante des Boxspringbettes, die aus drei einzelnen Komponenten besteht. Daneben gibt es eine amerikanische Version, die nur aus zwei Teilen besteht.

Was ist ein Boxspringbett? Der Aufbau (skandinavische Ausführung)

Ein Boxspringbett setzt sich aus drei Liegeelementen zusammen, der Box, der Boxspringmatratze und einem Topper als Abschluss. Wichtig ist, dass alle drei Elemente gut aufeinander abgestimmt sind. Ein, mehr oder weniger hohes gepolstertes Kopfteil, schlicht oder elegant gehalten, wertet das optische Erscheinungsbild erheblich auf. Für kleine Schlafräume bzw. Räume mit Dachschrägen eignen sich besser Boxspringbetten ohne Kopfteil. Wichtig ist auch, dass ein Boxspringbett auf Füßen steht. Das gewährleistet eine bessere Belüftung.

Die Box ersetzt beim Boxspringbett den Lattenrost, der in der Regel in herkömmlichen Bettsystemen als Unterfederung verwendet wird. Dazu ist die Box im Inneren mit einem Bonellfederkern oder Taschenfederkern ausgestattet. Stabilität erhält die Box durch einen massiven Rahmen, der aus Holz oder Metall hergestellt sein kann. Für eine attraktive Optik ist die Box an den Seiten mit einem Bezugsstoff versehen.

Matratze des Boxspringbettes

Auf der Box liegt beim Boxspringbett eine Matratze auf. Diese ist häufig wie die Box mit einem Federkern (Bonell- oder Taschenfederkern) ausgestattet, um das für diesen Bettentyp typische und gewünschte federnde Liegegefühl zu erreichen. Alternativ dazu sind aber mittlerweile auch Kaltschaum- oder Latexmatratzen als Obermatratzen für Boxspringbetten erhältlich. Damit geht zwar ein Teil der federnden Boxspringbetten-Eigenschaften verloren, wird aber gleichzeitig eine noch bessere Anpassung an individuelle Anforderungen für maximalen Liege- und Schlafkomfort möglich.

Wie bei Matratzen, die in anderen Bettsystemen eingesetzt werden, werden Obermatratzen für Boxspringbetten in verschiedenen Härtegraden hergestellt, die sich für Personen mit unterschiedlichen Körpergewichten und Bedürfnissen eignen.

Obermatratze und Box haben meist den gleichen Bezugsstoff. Farblich abweichende Varianten sind möglich und können so kontrastreiche Akzente setzen. Da die Obermatratze nicht als eigentliche Liegefläche dient, zieht man hierüber kein Laken. Das erhält den typischen Boxspringcharakter.

Topper des Boxspringbettes

Der Topper ist eine dünnere Matratze (bis ca. 10 cm Höhe), die das Boxspringbett abschließt und die eigentliche Liegefläche des Bettes bildet. Er nimmt so noch einmal wesentlich  Einfluss auf das wahrgenommene Liegeempfinden und den Komfort. Der Topper wird mit einem Bettlaken bezogen. Da die Toppermatratze ein sehr wichtiges Element ist, sollten nur hochwertige Materialien zum Einsatz kommen, wie Latex, Kaltschaum, Gel- oder Viscoschaum, mit einer hohen Materialdichte.

Fazit

Boxspringbett ist nicht gleich Boxspringbett! Mittlerweile werden auf dem Markt auch sehr günstige Modelle angeboten, die Qualität ist eher mangelhaft und nicht zufriedenstellend. Wenn Sie an einem Kauf Interesse haben, lassen Sie sich auf jeden Fall in einem Bettenfachgeschäft ausführlich beraten. Qualität bekommt man nicht beim Discounter.

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